
Alumnus (m. pl. –ni) kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "der Zögling", wörtlich "der Genährte" (von alere, "ernähren"). Ganz früher hieß der Schüler eines Alumnats, einer Internatsschule, Alumnus. Heute ist der Alumnus Absolvent einer Hochschule, seiner Alma mater ("Nährmutter"), und weil darunter selbstverständlich auch viele Frauen sind, wird die weibliche Form entsprechend gebildet: Alumna (f., pl. –nae).
Während die Beziehungspflege zu ehemaligen Studentierenden an den Hochschulen der USA (Alumni-Associations)und einiger europäischer Staaten – insbesondere England und Frankreich – schon seit Jahrzehnten etabliert ist, wird ihre Bedeutung in Deutschland erst seit wenigen Jahren erkannt. Ehemalige erhalten die Möglichkeit, ihre sozialen Kontakte zu ihrer Hochschule und zu Kommilitonen zu pflegen und auszubauen, sie können berufliche und wissenschaftliche Weiterbildungsoptionen wahrnehmen. Eine Uni, die ihren Alumni über das Studium hinaus die Teilnahme an ihren Leistungen, an ihrer Reputation sowie an ihren kulturellen Aktivitäten ermöglicht, kann im Gegenzug das Erfahrungspotenzial der Absolventinnen und Absolventen für die Verbesserung von Forschung, Lehre und Universitätskultur nutzen.
Autor/Autorin: Sigrid Schneider-Gerwien