10.1 Discours de Dr. Patrice Mbaya, le 21.09.2007
Exzellenz Herr Volker Seitz, Boschafter der BRD!
Verehrte Leiterinnen und Leiter der Institutionen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit!
Meine Damen und Herren, liebe Rückkehrerinnen und Rückkehrer!
Es ist uns eine besondere Ehre, im Namen des Koordinationsbüros, Sie in diesem schönen Saal des Goethe-Instituts willkommen zu heißen. Der heutige Tag soll mit Goldschrift in unsere Geschichte eingetragen werden. Der Zweck dieser Veranstaltung, ist die Verabschiedung der Satzung des Koordinationsbüros.
Wie Sie alle wissen, leben in Kamerun tausende von Kamerunern verschiedener Generationen, die sich zum Studium oder aus beruflichen Gründen in Deutschland jahrelang aufgehalten haben. Dort befinden sich zur Zeit etwa 5.700 Kameruner, die sich aus- oder fortbilden oder eine qualifizierte berufliche
Tätigkeit ausüben. Es sind also tausende von Kamerunern, die dadurch einen sprachlichen, kulturellen und – warum nicht – auch wirtschaftlichen Bezug zu Deutschland haben. Sie sind mehrsprachig aufgewachsen und verfügen über wertvolle Potentiale: Aktuelles Fachwissen, internationale Kontakte, interkulturelle Kompetenzen, um nur einige Punkte anzusprechen.
Ob einzeln, in Vereinen oder in sonstigen Gruppen organisiert, wollen diese Kameruner ihren Beitrag zur Entwicklung ihres Landes leisten. Zur optimalen Verwirklichung dieses Ziels benötigen sie eine Anlaufstelle, die dazu helfen soll, alle Überlegungen und Aktivitäten zu koordinieren. So gesagt scheint es selbstverständlich zu sein, dass der Aufbau des Koordinationsbüros in Anführungszeichen „wie am Schnürchen“ läuft – wir meinen reibungslos! Leider ist es nicht immer so! Aber mit einigen sehr engagierten kamerunischen zurückgekehrten Fachkräften haben wir bereits vor 3-4 Jahren angefangen,
die Gemeinschaft der Rückkehrer zu sensibilisieren. Da diese in ganz Kamerun verstreut leben – und fast alle berufstätig und daher zeitlich sehr eingebunden sind, läuft es langsam – aber sicher!
Man hat auch von Deutscher Seite erkannt, dass unsere Aktivitäten einen wertvollen Beitrag zur weiteren Entwicklung Kameruns leisten und man unterstützt das Projekt seit einem Jahr. Ein junger Referent des Koordinationsbüros – selbst ein in Deutschland ausgebildeter Informatiker reist derzeit mit viel Fleiß durch das gesamte Land um in Seminaren und Workshops Kontakte von bereits zurückgekehrten Fachkräften herzustellen – z.B. in Bertoua, Buea, Douala und Ngaoundere. Vom Rat unterstützt, hat er an einer Satzung gearbeitet, die heute verabschiedet wird. Herr Ludovic Essomba
Many Etoundi, so heißt er, hat auch mit der Erstellung der Rückkehrerdatenbank begonnen, ebenso mit der Erstellung einer Webseite mit Verklinkung der Rückkehrer als Individuen oder in Vereinen. Ihm gilt an dieser Stelle ein Wort des Dankes, da er sehr dynamisch und mit Fleiß und Ausdauer die Aktivitäten
des KBK trägt und lenkt. Damit einige Befürchtungen vorgebeugt werden, die manche dazu verleiten könnten, das KBK zu umgehen, oder gar zu ignorieren, möchten wir für folgendes plädieren: Das Koordinationsbüro ist keine lukrative Organisation, die als Konkurrenz anderer Gruppen antreten soll. Das Koordinationsbüro beabsichtigt nicht, irgendeinen Verein zu ersetzen. Jeder Verein ist weiterhin unabhängig in den Zielsetzungen und hat eigene Aktivitäten. Das Koordinationsbüro stellt eine neutrale Zentralstelle, eine
informierende, beratende und vermittelnde Stelle dar. Es soll rückkehrende Fachkräfte darin bestärken und unterstützen:
- sich solidarisch in einem Netzwerk zu organisieren;
- ihren Wert und ihre Kompetenzen darzustellen;
- gemeinsam zu ihrer eigenen Entwicklung und der ihres Landes beizutragen;
- in Kamerun bestens gesellschaftlich re-integriert zu werden;
die jahrzehntelangen guten Beziehungen zwischen der BRD und der Republik Kamerun aufzufrischen,zu vertiefen und dauerhaft zu erhalten.
Im Koordinationsbüro also sind Rückkehrer aller Schichten, aller Generationen, aller Gruppierungen und aller Zielsetzungen herzlich willkommen. Jeder Rückkehrer, ob individuell oder in einer Gruppe,findet einen Platz im Koordinationsbüro. Allen Rückkehrern, aber auch unseren Partnern möchten wir
versichern, daß wir ständig bemüht sind, gemeinsame Interessen vorzuziehen, kompetent und seriös zu arbeiten und gemeinsam ein kontinuierliches Vertrauensverhältnis untereinander und den deutschenPartnern zu etablieren.
Wir danken allen, die mehr oder weniger an den bisherigen erfolgreichen Bemühungen beteiligt waren. Ein spezieller Dank gilt seiner Exzellenz Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Volker Seitz und seinem persönlichen Einsatz sowie Herrn Dr. Daniel Ayuk Mbi Egbe der die Aktivitäten in
Kamerun als engagierter kamerunischer Deutscher und zugleich WUS-Vorstandsmitglied bereits seit Jahren begleitet. Auch Herrn Friedrich, der sich für das Vernetzen mit Rat und Tat eingesetzt hat und als Leiter des Goethe-Instituts Yaoundé unser Koordinationsbüro beherbergt, möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen. Insbesondere aber möchten wir an dieser Stelle den ehrenwerten Mitgliedern der verschiedenen kamerunisch/deutschen Vereine und den Vertretern des Koordinationsrates danken.
Obwohl wir nicht alle Beteiligten aus zeitlichen Aspekten zitieren können – bitte entschuldigen Sie dies – bleibt dann doch noch einen Dank zu äußern: Er ist an alle engagierten Rückkehrer gerichtet, die einzeln oder in Vereinen mitarbeiten. Uns allen an- und abwesenden Rückkehrern und deutschen Partnern wünschen wir noch mehr Zuversicht und Ausdauer, denn jetzt erst geht es richtig zur Sache.
DANN VIEL ERFOLG AN ALLE!
